Die
praktische Durchführung von Ritualen
Wenn
man mit Ritualen arbeitet, geht man bewußt oder unbewußt nach 3
Schritten vor: Vorbereitung, Durchführung und Aufarbeitung oder Bewertung.
Wenn man alle 3 Schritte bewußt und sorgfältig ausführt, hat
das Ritual eine bessere Erfolgschance.
a)
Vorbereitung
Eine gute Vorbereitung
ist sehr wichtig, damit das Ritual so glatt wie möglich abgewickelt werden
kann. Während dieser Phase kann man seiner Phantasie freien Lauf lassn,
zugleich ist es wichtig, sich auch konkrete FRagen zu stellen, wie z.B.
- Was beabsichtige ich
mit diesem Ritual?
- Welche Kräfte
möchte ich einladen, an dem Ritual teilzunehmen?
- Werden andere Personen
anwesend sein und wenn ja, welche?
- An welchem Ort soll
das Ritual stattfinden?
- Welche Gegenstände
benötige ich?
- Gibt es bestimmte Techniken,
die ich vor Beginn des Rituals ausprobieren sollte?
- Benötige ich einen
Assistenten?
- Wie beende ich das
Ritual? etc.
Man kann zunächst
mit verschiedenen Formen und Abläufen herumprobieren, bis man genau weiß,
was man will. Hat man schließlich eine Entscheidung getroffen, wird man
bei der Durchführung des Ritual sicherer sein.
b)
Durchführung
Die Durchführung kann
in 3 Phasen unterteilt werden:
- In der Anfangsphase
schafft man den Rahmen für das jeweilige Ritual. Man bittet den Ort um
Erlaubnis, und stellt sich selbst und die anderen Teilnehmer ihm vor. Dann
begrüßt man alle und schließlich ruft man die Kräfte
an, die für das Ritual gebraucht werden.
Als nächstes führt man eine Art Reinigungszeremonie durch, etwa
durch das Abbrennen von Räucherstäbchen oder Salbei.
Es ist außerdem wichtig, den Teilnehmern in der Anfangsphase zu erklären,
was von ihnen erwartet wird und ihnen auch noch die Möglichkeit zu geben,
Fragen zu stellen. Die Zeit für Fragen sollte nicht zu lange angesetzt
werden.
Während der Anfangsphase soll der Ritualleiter klar und prägnant
sein. Die Aufmerksamkeit muß sich auf einen Punkt konzentrieren und
alle nötigen Verbindungen müssen jetzt hergestellt werden (Bsp.:
Die Teilnehmer fassen sich an den Händen und stellen sich vor, wie bunte
Energie von einer Hand zur anderen fließt).
- Die Mitte des Rituals
ist der Teil, an dem das Ritual tatsächlich vollzogen wird. Man versucht
meistens in dieser Phase, das Ziel zu erreichen, das man sich gesteckt hat.
Diese Phase stellt den Höhepunkt dar, hier wird aktiv mit den inneren
und äußeren Kräften gearbeitet.
- Das Ende des Rituals
ist der Zeitpunkt, an dem alles abgerundet und der gesamte Prozeß so
vollständig wie möglich zum Abschluß gebracht wird. Ein abschließendes
Wort kann gesprochen werden, man singt ein Lied o.ä. Die Teilnehmer können
ein letztes Mal die Verbindung untereinander herstellen und dann bewußt
unterbrechen. Zum Schluß wird allen Geistern und Kräften für
ihre Unterstützung und Anwesenheit gedankt.
Falls nötig kann der Ritualleiter dann mit den Teilnehmern auch noch
klären, wie es nach dem Ritual weitergeht, ob z. B. noch Aufräumarbeieten
vorgenommen werden müssen etc.
c)
Aufarbeitung oder Bewertung
Kann auf verschiedene Weise
erfolgen. Manche Rituale sind schnell wieder vergessen, manch andere bleiben
einem noch sehr lange Zeit im Sinn. Auf jeden Fall ist es gut, wenn man sich
nach jedem Ritual etwas Zeit nimmt, um sich folgende Fragen zu beantworten:
- Was lief gut?
- Was lief nicht so gut?
- Was habe ich getan,
um den Erfolg des Rituals zu garantieren, und welche anderen Faktoren haben
eine Rolle gespielt?
Die letzte Frage kann im
Laufe der Zeit zur Herausarbeitung eines immer konkreteren Planes beitragen,
was es zu beachten gilt, damit ein Ritual erfolgreich verläuft.