Gruppenrituale (Beispiele finden Sie unter "Heilende Rituale")
Trauerritual: Mit diesem Ritual werden verschiedene Ziele verfolgt. Einer der wichtigsten ist, die Menschen mit ihrem Schmerz und ihrer Trauer über einen Verlust in Kontakt zu bringen. Oft versuchen Menschen, die einen Verlust erlitten haben, den Schmerz nicht zu spüren und ihn stattdessen zu verleugnen oder herunterzuspielen. Das kann die Heilung dieses Verlusts zu einem langwierigen und schwierigen Prozeß machen. Dieses Ritual kann bei jeder Art von Verlust vollzogen werden, sei er nun neueren Datums oder schon längere Zeit her.
Wutritual: Der Zweck dieses Rituals ist es, persönliche Wut oder die einer Gruppe freizusetzen. Es eignet sich hauptsächlich für Gruppen, die sich mit der Verarbeitung von Traumata befassen. Wenn Menschen ein Trauma verarbeiten, fällt es ihnen oft schwer, mit ihrer Wut in Kontakt zu kommen. Dieses Ritual bietet Menschen Gelegenheit, genau das zu tun. Am besten wird dieses Ritual am Ende einer intensiven Gruppenarbeit durchgeführt, wenn die Teilnehmer sich schon gut kennen und etwas über die Prozesse erfahren haben, die sie alle durchmachen.
Integrationsritual: Ziel dieses Rituals ist es, zu erleben, wie es ist, wenn man sich nicht mehr mit verschiedenen Gefühlen und Stimmungen identifiziert. Und dahinter steckt bereits wieder ein anderes Ziel, nämlich einen Zustand zu erreichen, in dem es keine Gegensätze mehr gibt.
Traumkreis: Während des Rituals wirst du die tieferen Bedeutungen des Traums entdecken. Und ein vielleicht noch wichtigerer Effekt ist, daß alle Teilnehmer während des Rituals einen Traum einer anderen Person erleben. Dieses Ritual eignet sich besonders für Gruppen, die sich ein ganz bestimmtes Thema gestellt haben. Als Ausgangspunkt kannst du einen Traum eines Teilnehmers nehmen, der etwas mit dem Thema der Gruppe zu tun hat oder darauf aufbaut.
Kraftritual: Wir haben es hier mit einem kraftvollen Ritual zu tun, das manch unerwartete Wirkung haben kann. Da der Mensch fast immer etwas zusätzliche Unterstützung und Energie brauchen kann, kann dieses Ritual in fast jeder Situation angewandt werden. Das Schema ist ganz einfach. Alle Teilnehmer bilden einen Kreis, und ein Teilnehmer begibt sich in die Mitte des Kreises. Die Leute im Kreis bitten um Unterstützung und Segen für denjenigen in der Mitte. Nach ein paar Minuten werden die Positionen gewechselt, und ein anderer Teilnehmer geht in die Mitte, solange bis jeder einmal dran war. Es sollte daran erinnert werden, daß die Personen, die die Kräfte anrufen, diese gleichzeitig auch darum bitten sollten, ein Gleichgewicht mit allen anderen, gerade vorhandenen Kräften zu wahren.
Kontaktritual: Dieses Ritual eignet sich für alle großen Gruppen und ist besonders empfehlenswert für Gruppen, in denen es mit der Kommunikation Schwierigkeiten gibt oder in denen die Teilnehmer aus verschiedenen Kulturen oder Ländern stammen und unterschiedliche Sprachen sprechen. Bei diesem Ritual wird versucht, auf dem direktesten Weg Kontakt aufzunehmen. Es ist ein Sprung ins kalte Wasser und eine ganz besondere Erfahrung.
Elementeritual: Mit diesem Ritual kann man die Elemente in den Augen der Teilnehmer »zum Leben erwecken«. Gleichzeitig wird dadurch ein Gefühl der Verbundenheit hergestellt und den Teilnehmern die Zuversicht vermittelt, daß sie schon viel wissen, und daß nicht immer eine Autorität da sein muß, die alles erklärt. Dem Ritualleiter mag dieses Ritual einfach vorkommen, doch ist eine sorgfältige Vorbereitung dafür nötig. Bevor mit dem Ritual begonnen wird, muß der Ritualleiter mit dem Element Kontakt aufnehmen, das im Mittelpunkt des Rituals steht. Während des Rituals darf der Kontakt zu diesem Element nicht abreißen.
Kreisritual: Das Kreisritual eignet sich besonders als Einführungsritual für Gruppen, die sich vorwiegend mit Prozeßarbeit beschäftigen und sich zum ersten Mal treffen oder die schon zusammengearbeitet haben und sich zu einer neuen Sitzung treffen. Das Ritual gibt den Teilnehmern die Möglichkeit, (wieder) miteinander vertraut zu werden, während die Informationen, die dabei ausgetauscht werden, für die Gruppenleiter außerordentlich aufschlußreich sein können. Allerdings sollten Gruppenleiter wissen, worauf sie sich bei diesem Ritual einlassen.
Steinkreisritual: Ein Teilnehmer nach dem anderen legt seinen Stein in die Mitte des Raums, so daß alle Steine einen Kreis bilden. Der Abstand zwischen den Steinen sollte etwa 5 Zentimeter betragen. Bitte dann einen Teilnehmer nach dem anderen, seinen Stein zu zeigen und zu erzählen, weshalb dieser Stein für ihn etwas Besonderes ist und wie er zu ihm gekommen ist.
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